Männergesangverein Germania Buldern 1887 e.V.

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MGV Germania Buldern 1887 e.V.
Vorsitzender
Josef Schlüter
Heifoer 29
48249 DülmenTel. 02590 - 4642
email:

mgv@germaniabuldern.de

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Die Musik des MGV GERMANIA
BULDERN

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erstellt von Heinz Klüsener

 

1887

Aus der schon seit mehreren Jahren im Bulderner Kriegerverein bestehenden Sängerabteilung gründete sich der MGV "Germania" mit 18 Mitgliedern.

1897

Zum 10jährigen Bestehen veranstaltete der Verein sein erstes öffentliches Sängerfest mit Fahnenweihe, woran sich acht auswärtige Vereine beteiligten.

Teilnahme an dem 15jährigen Stiftungsfest des Männer-Gesang-Vereins in Dülmen

1898

Teilnahme an dem Sängerfest des Männer-Gesang-Vereins „Sängerbund" Dülmen

1899 bis 1904

Teilnahme an Fahnenweihen in Senden, Lavesum, Emsdetten und Hiddingsel sowie an Sängerfesten in Bork, Selm, Coesfeld, Lüdinghausen und am 25jährigen Jubelfest des Männer-Gesang-Vereins „Concordia" Mecklenbeck.

1905

Mehrmals gelang es dem Verein, preisgekrönt von Wettstreiten heimzukehren. So errang er in diesem Jahr auf dem Wettstreit des Männergesangvereins „Philodia" Münster den II. Preis in der III. Klasse.

1906

Die Aufführung des Oratoriums "Leiden und Sterben Christi" war eine Gemeinschaftsarbeit des MGV "Germania" mit dem Kirchenchor "Cäcilia". Der Komponist Pfarrer Tellen - derzeit Pastor in Buldern - erhielt hierzu von Kaiser Wilhelm II. einen Glückwunsch.

1907

Nachdem der Verein 20 Jahre in der Wirtschaft Deipenbrock (heute Kirschner) ein Heim gefunden hatte, siedelte er in diesem Jahre zur Gastwirtschaft Halberstadt (heute van Lendt) über, weil ihm hier ein großer Saal mit Bühne zur Verfügung stand. Dort wurde dann auch das 20jährige Stiftungsfest in größerem Rahmen gefeiert.

Auf dem Wettstreit des Männer-Gesang-Vereins in Dülmen wurde bei äußerst scharfer Konkurrenz gegen sieben Vereine - darunter zwei Doppelquartette – der IV. Preis in der IV. Klasse errungen.

1908 bis 1914

In dieser Zeit entwickelte sich das Vereinsleben zur vollen Blüte.

Angespornt durch die bisherigen Erfolge führte das Jahr 1910 den Verein zu dem 10jährigen Stiftungsfest - verbunden mit Gesang-Wettstreit - des Männer-Gesang-Vereins „Frohsinn" nach Haltern. Er errang dort den III. Preis in der II. Klasse sowie den II. Ehrenpreis.

Aus Anlass des 25jährigen Bestehens wurde am 23. Juni 1912 ein großer Wettstreit mit 30 teilnehmenden Chören in den Lokalen Halberstadt (van Lendt) und Deipenbrock (Kirschner) durchgeführt.

Bis zum Beginn des 1. Weltkrieges stand der Chor unter der Leitung folgender Dirigenten. Lehrer Kinnebrock, Münster; Lehrer Brockmann, Mecklenbeck und Alfons Rubbert, Dülmen.

1914 bis 1918

Im August 1914 begann der 1. Weltkrieg.

Ein großer Teil der Sänger wurde in den Kriegsdienst eingezogen. Hierdurch war es nicht mehr möglich, die Chorarbeit fortzusetzen. Für die Dauer des Krieges ruhte das Vereinsleben.

1919

Wiederbelebung des Chores nach dem Krieg

Im neuen Vereinslokal Huesmann gesellten sich unter dem Vorsitzenden August Humberg neue, junge Kräfte zu den heimgekehrten Kriegsteilnehmern. Lehrer Bremer aus Dülmen war ein Dirigent, der es verstand, die Begeisterung der Sänger zu wecken und den Chor in jeder Hinsicht zu fördern.

1919 bis 1925

1919 nahm der Verein an einem Sängerfest in Rinkerode teil.

1920 beteiligte er sich zum ersten Mal nach dem Krieg an einem Wettstreit. In Herten wurde in der 1. Landklasse der 1. Klassenpreis, der 3. Ehrenpreis sowie der 3. Hauptehrenpreis errungen.

1921 Wettstreit des MGV „Luscinia“ Münster. In der 1. Landklasse eroberte die „Germania“ den 1. Klassenpreis, den 1. Ehrenpreis und den 2. Hauptehrenpreis.

1922 veranstaltete der Verein in einem Festzelt des Vereinswirtes Huesmann aus Anlass des 35jährigen Bestehens einen Gesangwettstreit. Auch nahm der Chor in diesem Jahr an einem Wettstreit in Telgte teil.

Das Jahr 1923 brachte neue Erfolge. Beim Wettstreit des MGV „Sängerbund“ Dülmen errangen wir den 2. Klassenpreis, den 2. Ehrenpreis und den 2. Hauptehrenpreis.

Im gleichen Jahr folgte die Teilnahme an dem Wettstreit des MGV „Accordium“ Osnabrück. Nach äußerst hartem Kampf zwischen 14 Vereinen in der 1. Landklasse konnten wir den 5. Klassenpreis, den 5. Ehrenpreis und den 1. Hauptehrenpreis erringen.

1926

Beitritt zum Kirchenchor

Wegen finanzieller Schwierigkeiten traten alle Sänger dem Kirchenchor bei. Neben der Arbeit im gemischten Kirchenchor wurde hier auch weiterhin der Männergesang sehr intensiv gepflegt. Bei öffentlichen Anlässen in der Gemeinde (z. B. Schützenfeste, Gedenktage usw.) übernahm immer der Männerchor die gesangliche Gestaltung.

Die drei folgenden Fotos zeigen den Männergesangverein während der Zeit im Kirchenchor.

 

 

1959

Wiedergründung des MGV „Germania“

Aber auch der Cäcilienchor blieb von einer Krise nicht verschont. Im Herbst 1959 führte diese zum Austritt des gesamten Männerchores, wovon drei Sänger schon nach dem 1. Weltkrieg als junge Kräfte der ursprünglichen "Germania" angehörten. Sie hatten damals vor ihrem Eintritt in den Männerchor schon einige Jahre im Knabenchor der "Cäcilia" mitgewirkt. Es waren die Sangesbrüder: Wilhelm Balster, Bernhard Bonheger und Hubert Roters. Von ihnen wurde das nun folgende Geschehen maßgeblich beeinflusst.

Am 28. November 1959 wurde im Vereinslokal "Hüls" die Wiederbelebung des MGV "Germania" beschlossen. Wie im Jahre 1887 waren es wiederum 18 Sänger, die sich zur Verfügung stellten. Zum 1. Vorsitzenden wurde Hubert Roters gewählt und den Dirigentenstab übernahm Hauptlehrer Clemens Altrogge aus Daldrup.

1960 bis 1961

Gemeinsam mit den Chören aus Hiddingsel und Senden wurde am 06.11.1960 im Saal van Lendt das erste Konzert durchgeführt. Dirigent: Clemens Altrogge

Anfang Mai 1961 übergab Herr Altrogge aus gesundheitlichen Gründen die Leitung des Chores an den jungen Stud.-Ref. Otto Groll aus Dülmen.

Unter seiner hervorragenden Leitung veranstaltete der Chor bereits am 12.11.1961 gemeinsam mit dem Männerchor „Loreley“ Dülmen, der damals auch von Otto Groll dirigiert wurde, ein mit viel Beifall bedachtes Konzert im Saal van Lendt.

 

1962

Feier des 75jährigen Bestehens

Der Chor ist auf 50 Sänger angewachsen. Das 75jährige Bestehen wird mit der ganzen Gemeinde gefeiert. Während des dreitägigen Festes, das Ende Mai in einem großen Festzelt an der Gaststätte Tönnis abgehalten wurde, dirigierte Otto Groll unseren Chor. Höhepunkt dieser Veranstaltung war der Umzug, an dem der Spielmannszug Buldern und sieben auswärtige Chöre teilnahmen.

Vorsitzender: Josef Große Brintrup.

 

Das Jubiläumsjahr wurde jedoch durch den Verlust von Otto Groll als Dirigenten arg getrübt. Aus beruflichen Gründen musste er im November Dülmen verlassen und konnte somit die erfolgreich begonnene Arbeit in Buldern nicht fortsetzen.

Zum Glück gewannen wir noch im selben Jahr den Musikstudenten Herrn Theo Wiedebusch aus Münster als neuen Chorleiter.

1963

Mit dem neuen Dirigenten Theo Wiedebusch beteiligten wir uns an mehreren Freundschaftssingen und an einem Wettstreit in Schwerte. Ergebnis: jeweils 2. Preise in der Volksliedklasse.

Am 16.10.1963 kündigt der Dirigent Theo Wiedebusch völlig unverhofft seinen Dienst. Vonseiten des Chores gab es für diesen Schritt keinen erkennbaren Grund.

Der daraufhin als Dirigent eingestellte Diplom-Musiklehrer Hans Stüer aus Rinkerode erwies sich als ausgesprochener Glücksgriff. Zielstrebig sorgte er dafür, dass sich die gesanglichen Leistungen weiter verbesserten. Neue Sänger traten dem Chor bei und der MGV Germania Buldern wurde zu einem gern gesehenen Gast bei Konzerten und Freundschaftssingen anderer Chöre.

1964 bis 1974

Unter der Leitung von Herrn Stüer beteiligte sich der Chor sehr erfolgreich an mehreren Wettstreiten: Harsewinkel (1965), Wolbeck (1966), Appelhülsen (1967) und 1970 gewinnt Germania alle
1. Preise bei einem Wettstreit des MGV „Loreley“ Dülmen. 1971 folgt die Teilnahme an einem Wettstreit beim MGV Flügelrad Münster.

In Albersloh erzielte unser Chor 1972 seinen bis dahin größten Wettstreiterfolg. Der I. Klasse zugeteilt belegte er dort im Vergleich mit renommierten Vereinen wie: "Rheingold" Münster, "Hardenberg" Neviges und "Harmonie" Glane einen hervorragenden 2. Platz.

Ein Schwerpunkt in der Arbeit von Herrn Stüer bestand auch darin, in jedem Jahr ein Herbstkonzert durchzuführen. Außerdem fand immer an einem Probeabend im Mai ein offenes Singen an verschiedenen Plätzen im Ort statt.

 

Otto Groll übernimmt die Leitung des MGV Germania.

Herr Stüer, der sich neben seiner Tätigkeit als Chorleiter seit mehreren Jahren in einem Studium zum Grundschullehrer befand, musste aus diesen Gründen die Leitung unseres Chores aufgeben.
Dem Vorstand gelang es, Herrn Chordirektor Otto Groll als Dirigenten zu gewinnen. Die erste Probe unter seiner Leitung war am 15.11.1972. Niemand ahnte damals, zu welchen großen Erfolgen Otto Groll den MGV Germania führen sollte.

Unter dem Motto: "Lieder der Welt" wurde am 27.05.1973 vor 500 Zuhörern das erste Konzert unter der Leitung von Otto Groll in der Fertigungshalle der Firma Jeising durchgeführt.

Am 26.05.1974 lautete das Motto des Konzertes am selben Veranstaltungsort "Über Länder und Meere".

 

1975

Unter dem Titel „World is Singing“ wird die erste Langspielplatte herausgegeben, die gemeinsam mit dem MGV Concordia Heiden produziert wurde.

1. Konzert in der neuen Turnhalle am Wemhoff. Auf dem Programm standen Lieder aus der 1. Langspielplatte.

Zusammenschluss der von Otto Groll geleiteten Chöre zur Chorgemeinschaft Groll. Teilnahme am Großkonzert dieser Chorgemeinschaft mit Ivan Rebroff in der Halle Münsterland.

1976

Mit der Chorgemeinschaft Groll und Ivan Rebroff wurde in Hamburg ein Fernsehauftritt für die ZDF-Sendung "Spaß mit Musik" aufgezeichnet. Nach Vorgabe des ZDF konnten aus jedem Chor leider nur 16 Sänger daran teilnehmen.

Konzert in der neuen Turnhalle am Wemhoff unter dem Motto: "Die Welt im Lied"

1977 bis 1978

Das Festprogramm zum 90jährigen Bestehen des MGV "Germania" Buldern begann am Samstag, dem 14.05.1977 mit einem großen Kommers und endete am folgenden Sonntag nach einem Festumzug durch das Dorf mit einem großen Freundschaftssingen in der Turnhalle am Wemhoff

wird fortgesetzt