Aus der schon seit mehreren Jahren im Bulderner Kriegerverein bestehenden Sängerabteilung gründete sich der MGV
"Germania" mit 18 Mitgliedern.
1897
Zum 10jährigen Bestehen veranstaltete der Verein sein erstes öffentliches Sängerfest mit Fahnenweihe, woran sich acht auswärtige Vereine
beteiligten.
Teilnahme an dem 15jährigen Stiftungsfest des Männer-Gesang-Vereins in Dülmen
1898
Teilnahme an dem Sängerfest des Männer-Gesang-Vereins „Sängerbund" Dülmen
1899 bis 1904
Teilnahme an Fahnenweihen in Senden, Lavesum, Emsdetten und Hiddingsel sowie an Sängerfesten in Bork, Selm, Coesfeld, Lüdinghausen und am 25jährigen Jubelfest des
Männer-Gesang-Vereins „Concordia" Mecklenbeck.
1905
Mehrmals gelang es dem Verein, preisgekrönt von Wettstreiten heimzukehren. So errang er in diesem Jahr auf dem Wettstreit des
Männergesangvereins „Philodia" Münster den II. Preis in der III. Klasse.
1906
Die Aufführung des Oratoriums "Leiden und Sterben Christi" war eine Gemeinschaftsarbeit des MGV
"Germania" mit dem Kirchenchor "Cäcilia". Der Komponist Pfarrer Tellen - derzeit Pastor in Buldern - erhielt hierzu von Kaiser Wilhelm II. einen Glückwunsch.
1907
Nachdem
der Verein 20 Jahre in der Wirtschaft Deipenbrock (heute Kirschner) ein Heim gefunden hatte, siedelte er in diesem Jahre zur Gastwirtschaft Halberstadt (heute van Lendt) über, weil ihm hier ein großer Saal mit Bühne zur
Verfügung stand. Dort wurde dann auch das 20jährige Stiftungsfest in größerem Rahmen gefeiert.
Auf dem Wettstreit des Männer-Gesang-Vereins in Dülmen wurde bei äußerst scharfer Konkurrenz gegen sieben
Vereine - darunter zwei Doppelquartette – der IV. Preis in der IV. Klasse errungen.
1908 bis 1914
In dieser Zeit entwickelte sich das Vereinsleben zur vollen Blüte.
Angespornt
durch die bisherigen Erfolge führte das Jahr 1910 den Verein zu dem 10jährigen Stiftungsfest - verbunden mit Gesang-Wettstreit - des Männer-Gesang-Vereins „Frohsinn" nach Haltern. Er errang dort den III. Preis in
der II. Klasse sowie den II. Ehrenpreis.
Aus Anlass des 25jährigen Bestehens wurde am 23. Juni 1912 ein großer Wettstreit mit 30 teilnehmenden Chören in den Lokalen Halberstadt (van Lendt) und Deipenbrock
(Kirschner) durchgeführt.
Bis zum Beginn des 1. Weltkrieges stand der Chor unter der Leitung folgender Dirigenten. Lehrer Kinnebrock, Münster; Lehrer Brockmann, Mecklenbeck und Alfons Rubbert, Dülmen.
1914 bis 1918
Im August 1914 begann der 1. Weltkrieg.
Ein großer Teil der Sänger wurde in den Kriegsdienst eingezogen. Hierdurch war es nicht mehr möglich, die
Chorarbeit fortzusetzen. Für die Dauer des Krieges ruhte das Vereinsleben.
1919
Wiederbelebung des Chores nach dem Krieg
Im neuen Vereinslokal Huesmann gesellten sich unter dem
Vorsitzenden August Humberg neue, junge Kräfte zu den heimgekehrten Kriegsteilnehmern. Lehrer Bremer aus Dülmen war ein Dirigent, der es verstand, die Begeisterung der Sänger zu wecken und den Chor in jeder Hinsicht zu
fördern.
1919 bis 1925
1919 nahm der Verein an einem Sängerfest in Rinkerode teil.
1920 beteiligte er sich zum ersten Mal nach dem Krieg an einem Wettstreit. In Herten wurde in der 1.
Landklasse der 1. Klassenpreis, der 3. Ehrenpreis sowie der 3. Hauptehrenpreis errungen.
1921 Wettstreit des MGV „Luscinia“ Münster. In der 1. Landklasse eroberte die „Germania“ den 1. Klassenpreis, den 1.
Ehrenpreis und den 2. Hauptehrenpreis.
1922 veranstaltete der Verein in einem Festzelt des Vereinswirtes Huesmann aus Anlass des 35jährigen Bestehens einen Gesangwettstreit. Auch nahm der Chor in diesem
Jahr an einem Wettstreit in Telgte teil.
Das Jahr 1923 brachte neue Erfolge. Beim Wettstreit des MGV „Sängerbund“ Dülmen errangen wir den 2. Klassenpreis, den 2. Ehrenpreis und den 2. Hauptehrenpreis.
Im
gleichen Jahr folgte die Teilnahme an dem Wettstreit des MGV „Accordium“ Osnabrück. Nach äußerst hartem Kampf zwischen 14 Vereinen in der 1. Landklasse konnten wir den 5. Klassenpreis, den 5. Ehrenpreis und den 1.
Hauptehrenpreis erringen.
1926
Beitritt zum Kirchenchor
Wegen finanzieller Schwierigkeiten traten alle Sänger dem Kirchenchor bei. Neben der Arbeit im gemischten Kirchenchor
wurde hier auch weiterhin der Männergesang sehr intensiv gepflegt. Bei öffentlichen Anlässen in der Gemeinde (z. B. Schützenfeste, Gedenktage usw.) übernahm immer der Männerchor die gesangliche Gestaltung.
Die drei folgenden Fotos zeigen den Männergesangverein während der Zeit im Kirchenchor.
